Neue Minol Zenner Connect GmbH unterstützt bei IoT-Projekten

Mit der Minol Zenner Connect GmbH bringt die Minol-Zenner-Gruppe einen neuen IoT-Dienstleister an den Start. Das neue gegründete Unternehmen unterstützt unterschiedliche Branchen bei der Digitalisierung, und zwar mit Beratung, Planung und Betrieb von IoT-Netzen.

Das Internet der Dinge (IoT) ist in den vergangenen Jahren rasant gewachsen. Für das Jahr 2020 werden weltweit rund 20,4 Milliarden vernetzte Geräte prognostiziert. Ob in der Industrie, Energie-, Kommunal- oder Immobilienwirtschaft: Viele Unternehmen bauen derzeit mit Hochdruck eigene IoT-Netze auf, um ihre Leistungen und Geschäftsmodelle zu digitalisieren. Dabei nutzen sie bevorzugt Long Range Wide Area Networks (LoRaWAN) mit geringem Energieverbrauch und großer Reichweite. Sie sind die optimale Grundlage für Smart Factory, Smart Utility und Smart City. Ein neu gegründetes Unternehmen der Minol-Zenner-Gruppe unterstützt sie dabei: Die Minol Zenner Connect GmbH berät Unternehmen bei der Einrichtung von LoRaWAN-Netzen, steht ihnen bei der Planung und Inbetriebnahme zur Seite und übernimmt sämtliche Leistungen des Netzbetriebs, einschließlich aller Verpflichtungen gegenüber der Bundesnetzagentur.

Minol Zenner Connect
Marcus Kirchdörfer (links) und Hartmut Ritter bilden die Geschäftsführung von Minol Zenner Connect. Kirchdörfer war die vergangenen elf Jahre bei Minol, zuletzt verantwortlich als Technical Manager System Solutions. Ritter ist seit acht Jahren in der Unternehmensgruppe und verantwortet auch weiterhin ganzheitlich den Bereich Systemtechnik und Elektronik. (Quelle: Minol/Zenner)

Ziel ist ein flächendeckendes LoRaWAN-Netz

„Im Gegensatz zu unseren europäischen Nachbarländern gibt es in Deutschland bis jetzt keinen LoRaWAN-Provider, der landesweit aktiv ist und ein flächendeckendes Netz vorweisen kann. Je weiter die digitale Transformation voranschreitet, desto stärker wächst jedoch auch die Nachfrage nach einem solchen Netzbetreiber. Wir schließen also zum genau richtigen Zeitpunkt eine Lücke“, sagt Marcus Kirchdörfer, der die Minol Zenner Connect GmbH gemeinsam mit Hartmut Ritter leitet. Das neue Unternehmen plant Kooperationen mit Kunden und anderen Netzbetreibern, um die einzelnen LoRaWAN-Infrastrukturen zu verknüpfen. Roaming-Partnerschaften sollen den Beteiligten ermöglichen, das Netz der jeweils anderen für die eigenen Kunden mit zu nutzen. So wächst die Netzabdeckung organisch und nach Bedarf.

IoT, Minol Zenner Connect
Die LoRaWAN-Technologie vernetzt die kommunale Infrastruktur und schafft die Voraussetzung für die Smart City. (Quelle: Minol/Zenner)

IoT-Lösungen für verschiedene Branchen

Das Angebot von Minol Zenner Connect richtet sich an jene Kundengruppen, die besonders von IoT-Lösungen und speziell von LoRaWAN-Netzen profitieren. Die Industrie zum Beispiel nutzt die Netze, um Maschinen proaktiv zu warten, ein Energiemanagementsystem nach ISO 50001 einzurichten oder um Waren und bewegliche Betriebsmittel jederzeit orten zu können (Asset Tracking).

Auch die Logistikbranche ist für das IoT prädestiniert, weil sie damit ihre Lieferketten überwachen und steuern kann. Landwirtschaftliche Betriebe integrieren beispielsweise Boden- und Bewässerungssensoren in ein IoT-Netz, um Nutzflächen präziser bewirtschaften zu können (Precision Farming).

Energieversorger, Stadtwerke und Kommunen nutzen IoT unter anderem zur Fernüberwachung und Steuerung der städtischen Infrastruktur. Die Minol-Zenner-Gruppe arbeitet schon mit einigen Städten und Energieversorgern zusammen und setzt gemeinsam Projekte in Bereichen wie Zählerfernablesung, Smart Parking und Smart School um. „Viele Stadtwerke und Energieversorger wollen die Montage und den technischen Außendienst, also die laufende Wartung des Netzes, selbst übernehmen und auch im Besitz der Gateways bleiben. Sie beziehen uns bereits in der Konzeptionsphase als Partner mit ein, um sie bei der Planung und Umsetzung eines maßgeschneiderten Netzes zu beraten und dieses Netz dann langfristig zu betreiben“, erklärt Ritter.

Nicht zuletzt nutzt auch die Immobilienwirtschaft, die Hauptzielgruppe von Minol, IoT-Lösungen zur Digitalisierung der Abrechnung und weitere Prozesse: Minol hat schon mehr als 1.000 LoRaWAN-Gateways installiert, um Messgeräte, Rauchwarnmelder und optional auch viele weitere Geräte in und an Gebäuden aus der Ferne auszulesen. In Zukunft werden fernablesbare Zähler und monatliche Verbrauchsinformationen für die Hausbewohner Standard sein; die Europäische Union hat soeben eine entsprechende Energieeffizienz-Richtlinie (EED) verabschiedet.

Unternehmensgruppe als IoT-Gesamtdienstleister

Aus Sicht der Minol-Zenner-Gruppe ist das neu gegründete Unternehmen das bisher fehlende Puzzleteil im IoT-Portfolio: Es ermöglicht ihr, Netze nicht nur wie bisher zu konzipieren, aufzubauen und mit allen nötigen Komponenten auszustatten, sondern auch mit und für ihre Kunden zu betreiben.

Schon seit mehr als drei Jahren wandelt sich die Unternehmensgruppe vom Anbieter von Messtechnik und Abrechnungen zum IoT-Gesamtdienstleister. Mit ihren Tochterunternehmen und Beteiligungen im IoT-Umfeld bietet die Minol-Zenner-Gruppe ihren Kunden komplette LoRaWAN-Lösungen an: Zähler und Sensoren, die technische Infrastruktur zur Übermittlung der Daten in Form von Netzen und Gateways, eine in Deutschland betriebene IoT-Daten-Cloud, Beratung beim Aufbau individueller IoT-Netze, Software-Plattformen und Applikationen zur konkreten Nutzung der Daten – und jetzt auch den Netzbetrieb.