Elektronische Mängelerfassung in der technischen Betriebsführung

Windwärts hat die elektronische Mängelerfassung in der technischen Betriebsführung von Windenergie- und PV-Anlagen verbessert. So können jetzt auch Ergebnisse von Sachverständigenuntersuchungen direkt in die Mängelverfolgungsdatenbank einfließen.

Die Windwärts Energie GmbH hat mit dem Software-Hersteller softEnergy GmbH und der windexperts Prüfgesellschaft mbH ein neues Projekt in dem Windenergie-Informations-System WIS entwickelt. Im Bereich elektronische Mängelbearbeitung ist es nun möglich, Ergebnisse der Sachverständigenuntersuchungen direkt in die Mängelverfolgungsdatenbank einfließen zu lassen, auch wenn diese noch nicht elektronisch aufbereitet waren.

Technische Betriebsführung mit WIS2Go

Die elektronische Erfassung von Mängeln an einer Windenergieanlage ist bei Windwärts seit Jahren Standard. Mitarbeiter der technischen Betriebsführung können mit der App WIS2Go per Handy oder Tablet direkt auf der Windenergie- oder PV-Anlage verschiedene Protokolltypen bearbeiten, abschließen und digitalisiert an die Betriebsführungssoftware WIS weiterleiten. Ein mühsames und fehleranfälliges Übertragen ist nicht mehr nötig.

„Allerdings zeigte sich in der Vergangenheit, dass nicht jeder Sachverständige seine Berichte elektronisch erstellt hat“, erläutert Daniel Schmitz, Leiter der technischen Betriebsführung bei Windwärts. Um dennoch die in einem Gutachten erfassten Mängel elektronisch verarbeiten zu können, ohne diese per Hand in die Mängelverfolgungsdatenbank übertragen zu müssen, haben Windwärts, softEnergy und windexperts gemeinsam das neue Verfahren entwickelt. „Somit haben wir nicht nur eine Fehlerquelle ausgeschaltet, sondern sparen auch viel Zeit“, erläutert Schmitz weiter.

Vergleichspool für Einschätzung von Mängeln

Windwärts bietet zudem ab sofort Windpark-Betreibern Zugriff auf das Know-how der technischen Betriebsführung, auch wenn ihre Parks nicht bei Windwärts in der technischen Betriebsführung betreut werden. „Gutachten müssen richtig gedeutet werden. Insbesondere die Fragen ,Wer ist zuständig?‘ und ,Wie dringend und/oder wichtig ist das Beheben dieses Mangels?‘ sind für den einzelnen Betreiber nicht immer einfach zu beantworten“, sagt Schmitz.

Windwärts verfügt über einen Referenzanlagenbestand von knapp 600 Megawatt in der technischen Betriebsführung, der bei der Einschätzung von Mängeln als Vergleichspool herangezogen werden kann. „Diese Leistung ist seit einiger Zeit Bestandteil unserer Betriebsführungsverträge. Ab sofort können interessierte Kunden diese Leistung auch separat bei der technischen Betriebsführung der Windwärts Energie GmbH buchen“, so Schmitz.