White-Label-Plattform für Strom aus der Region

Damit Stadtwerkekunden ihren Strommix aus Erzeugungsanlagen in ihrer Region zusammenstellen können, haben die Rheinenergie und die Stadtwerke Soest eine Online-Plattform entwickelt. Ab Mitte 2019 soll diese als White-Label-Lösung zur Verfügung stehen.

Lokalstromprodukt Rheinenergie
Um Strom direkt von einer Erzeugungsanlage aus der Region beziehen zu können, haben die Rheinenergie und die Stadtwerke Soest eine webbasierte Plattform entwickelt. Ab Mitte 2019 soll diese als White-Label-Lösung Stadtwerken angeboten werden. (Quelle: Rheinenergie)

Stromkunden haben in Zukunft die Möglichkeit, Strom direkt von einer Erzeugungsanlage in ihrer Region zu beziehen. Als regional gilt dabei eine Erzeugungsanlage, wenn diese in einem Umkreis von 50 Kilometern für den Kunden erreichbar ist. Die Rheinenergie und die Stadtwerke Soest haben dazu eine webbasierte Plattform entwickelt und bieten diese als White-Label-Lösung für Stadtwerke in Deutschland an. Stadtwerkekunden können mit der neuen Plattform ihren individuellen Strommix aus Erzeugungsanlagen in ihrer Region zusammenstellen. Zudem haben sie die Möglichkeit, den Einspeiseverlauf und die Abdeckung ihres Strommixes aus den gewählten Anlagen nachzuvollziehen.

Energiewende greifbar machen

„Bis auf die steigende EEG-Umlage auf der Stromrechnung ist die Energiewende an den meisten Stromkunden bislang vorbeigegangen. Mit unserer neuen Regionalstromplattform ’stromodul – die lokalstrombörse‘ wollen wir die Energiewende für die Kunden greifbar machen“, betont Andreas Schmitt, Leiter Portfoliomanagement bei der Rheinenergie Trading GmbH. „Indem sie ihren individuellen Strommix aus ihren Wunschanlagen in der Region zusammenstellen, schafft die Plattform zudem Akzeptanz für diese Anlagen.“

Rheinenergie und die Stadtwerke Soest administrieren die Plattform und vermarkten die Erzeugungsanlagen. Das Stadtwerk bleibt dabei Vertragspartner seines Kunden.

Lösung für regionale Stromprodukte

Teil der Kooperation ist auch die Arbeitsgemeinschaft für sparsame Energie- und Wasserverwendung im VKU (ASEW). Diese wird die Plattform in ihren Produktkatalog aufnehmen. Beteiligte Stadtwerke haben zusätzlich die Möglichkeit, über die ASEW Marketing- und Zertifizierungsdienstleistungen zur Produktabwicklung zu beziehen.

„Bei der Konzeption von stromodul war uns sehr wichtig, den Integrationsaufwand für den White-Label-Kunden möglichst gering zu halten“, erläutert Mirko Paul, Leiter Portfoliomanagement bei den Stadtwerken Soest. „Mit der Plattform liefern wir unseren Kunden eine einfach umsetzbare Lösung für ein regionales und nachhaltiges Stromprodukt.“

Mitte 2019 soll der Live-Betrieb der Plattform mit ausgewählten Pilotkunden starten. Anschließend wollen Rheinenergie und die Stadtwerke Soest die Plattform auch weiteren interessierten Stadtwerken anbieten.

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