Treffpunkt Netze diskutiert neues Branchenverständnis der Netzwirtschaft

Die Energiewende ist mehr als nur der Ausbau erneuerbarer Energien. Wie die Netze zum Wachstumstreiber der neuen Energiewelt werden, steht im Mittelpunkt der Diskussionen auf dem BDEW-Fachkongress Treffpunkt Netze 2018.

Treffpunkt Netze 2017
Über die Chancen und Herausforderungen der neuen Netzwirtschaft wird auch in diesem Jahr auf dem BDEW-Fachkongress Treffpunkt Netze intensiv diskutiert.

Die Netzwirtschaft erfindet sich neu. Die Schwerpunkte der neuen Infrastruktur liegen in den Bereichen Strom-, Gas-, Wärme- und IT-Netze und vor allem in deren Zusammenwachsen. Dieses neue Branchenverständnis wird unter dem Motto „Neue Verbindungen“ vom 6. bis 7. März 2018 auf dem BDEW-Fachkongress Treffpunkt Netze 2018 diskutiert.

„Neue Verbindungen“ organisieren

Die Netzbetreiber beschäftigt zum einen der technische Ausbau der Stromnetze zur Vermeidung von Engpässen. Mit zusätzlichen Leitungen und intelligenter Technik entsteht zunehmend ein Smart Grid. Aber auch die Verknüpfung unterschiedlicher Sektoren und Anwendungen wie Energie und Mobilität, Strom und Gas, Prosumer und Speicher kennzeichnen die neuen Verbindungen.

Ob Integration erneuerbarer Energien, nachhaltige Mobilitätskonzepte oder intelligente Quartierlösungen – all diese Trends finden in den Energienetzen statt: Daten verbinden Prosumer mit lokalen Netzen, intelligente Ladesysteme bringen Elektromobilität und Verteilungsnetze in Einklang. Selbstversorgung über intelligente Microgrids und eine weitgehend CO2-freie Wärmeversorgung lassen sich nur mit neuen Energienetzen realisieren.

Wer sind die Akteure in der neuen Welt? Neben Vertretern von Übertragungs- und Verteilungsnetzbetreibern werden auf dem BDEW-Fachkongress Treffpunkt Netze auch Experten aus den Bereichen Elektromobilität, Sektorenkopplung, Daten und Wohnungswirtschaft zu Wort kommen. Erwartet werden unter anderem Prof. Dr. Kampker, Streetscooter, Dr. Kathrin Goldammer, Reiner Lemoine Institut, Snezana Michaelis, Gewobag, Dr. Simon Koopmann, Envelio, Arthur Löwen, Gridhound, sowie  Prof. Dr. Birgit Scheppat, Hochschule RheinMain.

Entscheidend für die weitere Entwicklung wird der politische Rahmen sein. Dazu werden Prof. Dr. Klaus-Dieter Borchardt, Europäische Kommission, sowie Jochen Homann und Karsten Bourwieg von der Bundesnetzagentur, Alexander Kleemann vom BMWi sowie Bernd Kowalski vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik aktuelle Einschätzungen geben.

Treffpunkt Netze mit innovativen Formaten

Auch wenn die Veranstaltung am bekannten Tagungsort im Hotel Maritim Berlin stattfindet, wird das Kongress-Programm durch innovative Formate geprägt sein. Die Dreiteilung des Programms in Plenum, Silent-Foren und Themenbox-Sessions sorgt für Abwechslung. Am Abend lassen sich die neuen Verbindungen im „Bricks“ am Berliner Gendarmenmarkt vertiefen.