Öffentliche Konsultation: Neue Modalitäten für Regelreserveanbieter

Die vier deutschen Übertragungsnetzbetreiber haben die Modalitäten für Regelreserveanbieter überarbeitet und als Entwurf veröffentlicht. Bis 13. Mai 2018 können Marktteilnehmer dazu Stellung beziehen.

Die deutschen Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz Transmission, Amprion, Tennet TSO und TransnetBW haben einen Entwurf für die Neuregelung der Modalitäten für Regelreserveanbieter zur öffentlichen Konsultation gestellt. Marktteilnehmer können bis 13. Mai 2018 um 12:00 Uhr zum Entwurf Stellung nehmen. Alle Unterlagen zur Konsultation stehen auf der Plattform ⇒www.regelleistung.net bereit, ebenso wie ein Online-Formular, über das die Stellungnahmen abgegeben werden können.

Die Übertragungsnetzbetreiber erfüllen damit eine Vorgabe aus der EU-Verordnung »Guideline on Electricity Balancing (GLEB)« vom 23. November 2017 (Artikel 10).

Umfassende Änderungen für Regelreserveanbieter

Die Konsultation umfasst die Modalitäten für Regelreserveanbieter für Primärregelleistung (PRL), Sekundärregelleistung (SRL) und Minutenreserve (MRL). Darüber hinaus enthalten die Konsultationsdokumente die Freistellung von der Veröffentlichung nicht bezuschlagter Gebote (gemäß Art. 12.4 GLEB), die Freistellung von der Weitergabe von Vorhalteverpflichtungen für MRL (gemäß Art. 34.1 GLEB) und die Einführung des Regelarbeitsmarktes.

Auch das neue SRL-Abrechnungsmodell sowie die künftigen Bedingungen zur Präqualifikation von Anlagen zur Regelenergieerzeugung sind Bestandteil der Konsultation. Die beiden zuletzt genannten Themen hatten die Übertragungsnetzbetreiber den Marktteilnehmern in Vorkonsultationen bereits vorgestellt.

Am 23. April 2018 findet zudem ein Workshop statt, um mit den Marktteilnehmern die neuen Regelungen für Regelreserveanbieter zu diskutieren. Die Marktteilnehmer werden hierzu angeschrieben. Interessenten können sich außerdem auf ⇒www.regelleistung.net informieren und unter ⇒modalitaeten@regelleistung.net anmelden.