LoRaWAN von Zenner für Smart-Parking-Projekt in Trier

Um die Parkplatzsuche zu vereinfachen, werden in Trier zurzeit Pkw-Stellplätze mit Parkplatzsensoren ausgestattet. Eingesetzt werden dafür intelligente Sensoren von Bosch sowie die LoRaWAN-Funktechnologie und die IoT-Plattform "Element" der Firma Zenner.

Im September 2018 starteten die Stadtwerke Trier gemeinsam mit der Zenner-Gruppe und Bosch ein innovatives Smart-Parking-Projekt. Dabei kommen intelligente Parkplatz-Sensoren zum Einsatz, die melden, ob ein Parkplatz – zum Beispiel ein Ladeplatz für Elektrofahrzeuge oder ein Behindertenparkplatz – frei oder belegt ist. Im ersten Schritt wurden jetzt die Parkplätze am Trierer Konstantinplatz mit Sensoren ausgestattet. Ab sofort können die Bürger online über die Homepage der Stadtwerke Trier oder über eine entsprechende App prüfen, ob es vor Ort freie Plätze gibt.

Reduzierung des Verkehrsaufkommens durch intelligentes Parkleitsystem

„Bis zu 30 Prozent des gesamten Verkehrsaufkommens in einer Stadt entfallen auf die Suche nach einem Parkplatz“, beschreibt Wolfram Leibe, Oberbürgermeister der Stadt Trier, die Bedeutung dieses Digitalisierungsprojekts. „Von der intelligenten Erweiterung unseres Parkleitsystems in der Innenstadt profitieren Autofahrer und Anwohner gleichermaßen.“

Um den Parkplatz am Konstantinplatz mit Parksensoren auszustatten, hat die Stadt eng mit der Firma Zenner und mit der Entwicklungsabteilung von Bosch zusammengearbeitet. „Da es sich bei den eingesetzten Sensoren noch um Vorserienmodelle handelt, mussten wir einige Herausforderungen meistern“, erläutert Arndt Müller, Vorstand der Stadtwerke Trier. „Aber das Ergebnis kann ich sehen lassen. Wir werden die Ergebnisse in den nächsten Wochen genau beobachten und die Systeme bei Bedarf weiter optimieren.“

Zukunftsfähige Infrastruktur mit LoRaWAN und IoT-Plattform

Auf technischer Ebene kommen bei dem Projekt in Trier intelligente Parkplatzsensoren der Bosch Connected Devices and Solutions GmbH zum Einsatz. Einmal installiert, ermitteln sie den Belegungszustand des damit ausgerüsteten Parkplatzes. Die Daten werden über ein LoRaWAN-Funknetzwerk übertragen, das Zenner eingerichtet hat, und das künftig in Trier für weitere smarte Anwendungen genutzt werden soll.

Gespeichert und verarbeitet werden die Sensordaten auf der IoT-Plattform „Element“ der Zenner IoT Solutions GmbH. Die technologieunabhängige Plattform übernimmt zum einen das Geräte-, Netzwerk-, Nutzer- und Daten-Management und fungiert so als Datendrehscheibe für das Smart Parking. Darüber hinaus ist sie jedoch auch die Basis für eine zukunftsfähige, städtische IoT-Infrastruktur.

Parkleitsystem und IoT-Plattform arbeiten Hand in Hand

Im Fall des aktuellen Smart-Parking-Projekts wurde das bestehende Parkleitsystem der Stadtwerke Trier über eine spezifische Schnittstelle direkt in die Element-Plattform implementiert. So ist es möglich, die Daten ohne Umweg in die Anwendung zu übertragen und freie oder besetzte Parkplätze zu visualisieren und den Bürgern die Informationen per Webbrowser oder App zugänglich zu machen.

„Für Energieversorger, Städte und Kommunen sind solche Smart-City-Projekte von großer Bedeutung“, beschreibt René Claussen, Geschäftsbereichsleiter IoT bei Zenner den Wert solcher Smart-City-Projekte. „Sie steigern ihre Attraktivität und bieten Bürgern unmittelbare Mehrwerte.“