OpenInterface: Interoperabilität von Netzleitsystemen vorantreiben

IDS, Kisters und PSI engagieren sich gemeinsam für mehr Interoperabilität in der Netzleittechnik. Dafür haben die Leitstellen-Anbieter die Initiative OpenInterface gegründet.

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Wolfgang Fischer (PSI), Michael Untiet (Kisters) und Jörn Fischer (IDS) wollen gemeinsam einen Industriestandard für Netzleitsysteme vorantreiben

Die drei Leitstellen-Anbieter IDS, Kisters und PSI haben die Initiative OpenInterface gegründet. Damit wollen die Unternehmen ein offen verwendbares CIM-Profil (Common Information Model) zum Austausch von Modelldaten für Verteilnetzbetreiber schaffen. Dies verbessert die Interoperabilität der unterschiedlichen Systeme und ermöglicht den Datenaustausch sowie eine stärkere Modularisierung.

Standardisierte Schnittstellen

Bisher haben sich innerhalb der Leittechnik keine standardisierten Schnittstellen etabliert, um ergänzende Funktionen anderer Hersteller anzubinden. IDS, Kisters und PSI wollen dies ändern, und zwar auf Basis des internationalen CIM-Standards IEC 61970 und 61968. Daten aus dem Geoinformationssystem (GIS) lassen sich damit einheitlich in das Netzleitsystem importieren, egal, welches System die Verteilnetzbetreiber im Einsatz haben.

„Der Bedarf nach übergreifenden, interoperablen Lösungen steigt stetig“, sagt Jörn Fischer, Geschäftsführer der IDS GmbH. „Denn neben den elementaren Scada-Funktionalitäten benötigen Versorgungsunternehmen mittlerweile häufig Zusatzmodule für Spezialaufgaben, um ihren Netzbetrieb weiter zu optimieren.“

IDS, Kisters und PSI engagieren sich gemeinsam für mehr Interoperabilität in der Netzleittechnik.

 

Gemeinsam zum Standard

„Wir können über die Initiative unsere Erfahrungen zusammenbringen und darauf basierend Architekturen, Schnittstellen und Formate definieren“, erklärt Wolfgang Fischer, Geschäftsbereichsleiter für die Geschäftseinheit Elektrische Netze bei der PSI Software AG. „Diese können wir dann in anwendungsnahen Use Cases erproben und in einen Industriestandard münden lassen.“

Michael Untiet, Head of Business Unit Energy bei der Kisters AG, fasst zusammen: „Interessierte Nutzer erhalten die Basis-Schnittstellen unentgeltlich zum Testen. Die Ergebnisse der gemeinsamen Arbeit sollen dann in standardgebende Gremien mit einfließen.“

OpenInterface ist eine offene Bewegung. Weitere Unterstützer, seien es Lieferanten, Kunden oder Gremien, die bereit sind, Aufgaben zu übernehmen und Lösungen zu erarbeiten, sind jederzeit willkommen.

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