Hannover Messe: Technologien und Konzepte für die Elektromobilität

Die Elektromobilität ist im Aufschwung. Überall entstehen Ladesäulen und auch im öffentlichen Nahverkehr kommen immer häufiger E-Fahrzeuge zum Einsatz. Welche Technologien dafür zur Verfügung stehen, zeigen die Aussteller auf der Leitmesse Energy der Hannover Messe.

Hannover Messe 2018
(Quelle: Hannover Messe)

Elektromobilität ist bei Weitem nicht nur eine neue, klimaschonende Antriebstechnik plus ein paar Ladesäulen. Sie führt vielmehr zu einem tiefgreifenden Umbau der bestehenden Infrastrukturen. „Welche Infrastrukturen benötigt werden und welche Lösungen es bereits heute für eine nachhaltige Elektromobilität gibt, erfahren die Besucher in den Energiehallen der Hannover Messe“, betont Benjamin Low, Global Director Energy bei der Deutschen Messe AG. „Mit dem Ausstellungsschwerpunkt Electric Transportation Systems legen wir den Fokus auf die Integration elektromobiler Lösungen in das bestehende Energiesystem.“

Schnellladesäulen für den flüchtigen Minuten-Stopp

ABB wird auf der Leitmesse Energy beispielsweise Neuheiten präsentieren, mit denen die Ladezeiten deutlich reduziert werden können. So sollen die E-Fahrzeuge über die Schnellladesäulen in wenigen Minuten geladen sein.

Auch das Bezahlen wird mit diesen Stationen immer einfacher. So werden die elektrischen Ladestationen zu dem, was die Zapfsäule für das konventionelle Auto lange war: ein Anlass zum flüchtigen Minuten-Stopp, nicht länger. In Deutschland werden zurzeit beispielsweise rund 200 ABB-Ladestationen entlang der Autobahnen installiert, die der Raststätten-Betreiber Tank & Rast beauftragt hat.

Strategien für die Netzintegration der Ladeinfrastruktur

Auch Siemens zeigt Komplettlösungen für Elektromobilitätsinfrastrukturen. „Ladesäulen sind wichtige Komponenten in unserer Strategie einer Gesamtlösung, die die Netzintegration und Netzplanung mit einbezieht“, erklärt Norbert Vierheilig von Siemens. „Dazu gehören Softwarelösungen für das Lastmanagement ebenso wie die Integration der Ladeinfrastruktur in bestehende Netze.“

E-Mobilitätslösungen für den Weltmarkt

Beispielhaft für viele andere Aussteller steht das Engagement der e-mobil BW. „Die innovativen und ausgereiften Produkte unserer Aussteller zeigen, dass Elektromobilität an vielen Stellen der Forscherecke entwachsen ist und den Schritt in die klassischen Industrieprozesse geschafft hat“, betont Franz Loogen, Geschäftsführer der Landesagentur für neue Mobilitätslösungen und Automotive Baden-Württemberg (e-mobil BW). „Diese Entwicklung ist ein wichtiger Schlüssel, um wettbewerbsfähige automatisierte und vernetzte E-Mobilitätslösungen für den Weltmarkt anbieten zu können.“

Viele Unternehmen stellen sich diesen Herausforderungen. „Als klassischer Automobilzulieferer befindet sich unser Unternehmen inmitten eines Transformationsprozesses“, bringt es Peter Renz von ElringKlinger auf den Punkt. Dabei setzt das Unternehmen auf zwei Lösungen: Batterie und Brennstoffzelle. „Für die automobile Zukunft sind beide Konzepte, mit ihren jeweiligen Eigenschaften und Vorteilen sinnvoll. Zudem können sie als Duo ihre Stärken ausspielen“, begründet Stefan Wolf, Vorstandsvorsitzender von ElringKlinger die Unternehmensstrategie. So stellt das Unternehmen bereits seit acht Jahren Komponenten für Lithium-Ionen-Batterien in Serienfertigung her.