Flash-Ladetechnologie von ABB für Elektrobusse in Nantes

Ab Ende 2018 sollen in Nantes 20 vollelektrische Doppelgelenkbusse fahren. Zum Einsatz kommt dabei die Flash-Ladetechnologie von ABB, mit der die Batterien innerhalb von 20 Sekunden aufgeladen werden, während Fahrgäste ein- oder aussteigen.

Flash-Ladetechnologie, ABB
Der Elektrobus sieht aus wie ein normaler Bus – abgesehen von den Dachaufbauten. Statt der üblichen Stromabnehmerstangen für die Oberleitung hat dieser E-Bus einen beweglichen Arm zur Ladung der Batterien. (Quelle: ABB)

ABB hat vom Schweizer Bushersteller Hess einen Auftrag in Höhe von 20 Millionen US-Dollar für ihre Flash-Ladetechnologie für 20 Elektrobusse und die damit verbundene Infrastruktur erhalten. Die vollelektrischen Doppelgelenkbusse sollen ab Ende 2018 im öffentlichen Personennahverkehr in der französischen Stadt Nantes eingesetzt werden und das historische Stadtzentrum mit den Vororten südlich der Loire verbinden.

An ausgewählten Haltestellen werden die dachmontierten Batterien mit 600 Kilowatt binnen 20 Sekunden nachgeladen, während die Fahrgäste ein- und aussteigen. Der Bus verbindet sich dabei in weniger als einer Sekunde mit der Ladestation. Damit ist die Flash-Ladetechnologie die schnellste weltweit. Zusätzlich findet an der Endhaltestelle in ein bis fünf Minuten eine vollständige Aufladung der Batterien statt.

Kostenersparnis durch Energiemanagement

Die Blitz-Ladetechnologie und Traktionsausrüstung von ABB, die den Flash-Ladevorgang ermöglichen, sind Teil der Tosa-Lösung (Trolleybus Optimisation Système Alimentation). Seit Dezember 2016 ist diese Technik, die von Hess und ABB gemeinsam entwickelt wurde, erfolgreich im Einsatz.

Durch optimales Energiemanagement spart das System auf einer Strecke von 600.000 Kilometern jährlich bis zu 1.000 Tonnen Kohlendioxid ein. Die Kostenersparnis gegenüber einem vergleichbaren dieselbetriebenen Beförderungsmittel liegt laut Unternehmensangaben bei rund 30 Prozent.

Alternative zu fossil betriebenen Bussen

„Die Lösung kommt ohne Oberleitung aus und sorgt für einen geräuscharmen, emissionsfreien Nahverkehr“, sagt Claudio Facchin, Leiter der Division Stromnetze von ABB. „Damit stellt sie eine gute Alternative zu fossil betriebenen Bussen und ein Modell für den Stadtverkehr der Zukunft dar.

Der Tosa-Elektro-Bus sieht aus wie ein normaler Bus – abgesehen von den Dachaufbauten. Statt der üblichen Stromabnehmerstangen für die Oberleitung hat dieser E-Bus einen beweglichen Arm, der sich in weniger als einer Sekunde mit dem in die Bushaltestelle integrierten Ladekontakt verbindet. Mit der Flash-Ladetechnologie laden die Bordbatterien innerhalb von 20 Sekunden auf, während Fahrgäste ein- oder aussteigen. Der Bus verliert keine Zeit und ist sofort abfahrbereit.

Die Elektrobusse können jeweils 151 Fahrgäste befördern und werden mit energieeffizienter Antriebstechnologie von ABB ausgestattet. Diese umfasst Traktions- und Hilfsumrichter, Permanentmagnetmotoren, dachmontierte Batterien und Energieübertragungssysteme.

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