Elektromobilität als aufstrebender Wirtschaftszweig

Der BDEW-Kongress 2018 bringt Automobilhersteller, Betreiber der Ladeinfrastruktur und Anwender auf die Bühne, die vor allem die Chancen der Elektromobilität sehen. So soll das Henne-Ei-Problem gelöst werden.

Bei der Elektromobilität wird häufig das Henne-Ei-Problem zitiert: Ohne dichte Ladeinfrastruktur würden Autofahrer nicht auf Elektrofahrzeuge umsteigen. Ohne Nachfrage würden sich Investitionen in die Infrastruktur nicht lohnen. Dennoch ist das Interesse am elektrischen Fahren generell groß. Wie diese Herausforderung gelöst werden kann, diskutieren Vertreter der Automobilindustrie, der Politik und der Betreiber von Ladeinfrastruktur sowie Anwender auf dem BDEW-Kongress 2018.

Drei Ministerzusagen zum BDEW-Kongress 2018 signalisieren, dass auch die Bundesregierung die Energiewende übergreifend betrachtet. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier, Bundesumweltministerin Svenja Schulze und Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer werden in ihren Reden jeweils die energiepolitischen Aspekte ihrer Häuser vorstellen. Vor allem im Verkehrsbereich ist eine Energiewende dringend notwendig, um die Klimaziele Deutschlands erreichen zu können.

Markthochlauf der Elektromobilität beschleunigen

Die EU-Kommission hat im November 2017 ein Mobilitätspaket vorgelegt, um die Kohlendioxidemissionen im Verkehrssektor zu verringern. Elektromobilität bietet dafür eine einzigartige Chance. Die Energiewirtschaft baut derzeit eine Ladeinfrastruktur auf und entwickelt passende Geschäftsmodelle. Entscheidend ist jedoch, den Markthochlauf zu beschleunigen.

Auf dem BDEW-Kongress 2018 werden zu diesem Thema Maroš Šefčovič, Vizepräsident der Europäischen Kommission, Frank Mastiaux, EnBW, Christopher Burghardt, Charge Point, Christian Heine, Stromnetz Hamburg, und Joachim Kolling, BMW Group, zu einer Podiumsdiskussion im Plenum erwartet.

Ein neuer Wirtschaftszweig entsteht

Um die konkreten Anforderungen an die Ladeinfrastruktur und um die Konzepte der Energiewirtschaft zur Mobilität geht es im Anschluss in der Themensession „Fit für die E-Mobilität?“. Die Vielfalt der eingeladenen Referenten zeigt, wie branchenübergreifend sich der neue Wirtschaftszweig entwickelt. Erwartet werden Ulrich Jursch, Degewo netzWerk, Thomas Ulbrich, Volkswagen, Susanne Wolf-Eberl, Women in Mobility, Energy and Environment Network, Rainer Bachmann, Eon, Birgit Hofmann, BMWi, Christoph Müller, Netze BW, sowie Thomas Raffeiner, The Mobility House.