Eichfrist: Stichprobenverfahren für wirtschaftlichen Smart-Meter-Rollout

Innogy Metering führt das Stichprobenverfahren zur Verlängerung der Eichfrist von Stromzählern bereits für knapp 130 Unternehmen durch. In dem aktuellen Verfahren konnte nachgewiesen werden, dass auch für elektronische Zähler eine Verlängerung der Eichfrist möglich ist.

innogy Metering, Stichprobenverfahren
Mit dem Stichprobenverfahren der innogy Metering kann auch die Eichfrist moderner Messeinrichtungen verlängert werden. Stephan Rödiger aus dem Team Gerätetechnik Strom prüft einen elektronischen Stromzähler mit einem Gerät zur mobilen Datenerfassung. (Quelle: innogy SE)

innogy Metering hat das diesjährige Stichprobenverfahren zur Verlängerung der Eichfrist von Stromzählern erfolgreich beendet. „Wir führen das Verfahren mittlerweile für knapp 130 Stadtwerke und Netzbetreiber durch“, erklärt Dominique Klein, Teamleiter Prüfstellenbetrieb Strom der innogy Metering. „In diesem Jahr haben 98,2 Prozent der Zähler das Verfahren bestanden und dürfen damit weiter im Netz betrieben werden. Für unsere Kunden bedeutet das eine Ersparnis von rund 110 Millionen Euro Investitionskosten.“

Das amtliche Stichprobenverfahren ermöglicht es, die Eichfrist baugleicher Zähler anhand einer kleinen Stichprobe zu überprüfen. Bei positivem Ergebnis wird die Eichfrist des gesamten Bestandes verlängert und die Zähler können weiter zur Abrechnung genutzt werden.

Stichprobenverfahren auch für elektronische Zähler

innogy Metering hat im aktuellen Stichprobenverfahren zudem nachgewiesen, dass auch für elektronische Zähler eine Verlängerung der Eichfrist möglich ist. „Das Stichprobenverfahren hat eine große Bedeutung für den Smart-Meter-Rollout. Um den Rollout wirtschaftlich umsetzen zu können und die Preisobergrenze einzuhalten, spielt die Eichfrist der elektronischen Zähler eine wichtige Rolle“, betont Klein.

„Die Fehlerquote war nur wenig höher als bei den mechanischen Zählern. Für uns spielt Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung eine große Rolle“, so Klein. „Daher kommen so genannte Einweg-Zähler für uns nicht in Frage. Wir konnten zeigen, dass sich die Qualitätssicherung auch bei elektronischen Zählern auszahlt.“

Neues Qualifikationsverfahren

Für neue Bauarten von elektronischen Zählern, die ab dem Jahr 2019 in Betrieb genommen werden, wird das „Qualifikationsverfahren zur Stichprobenprüfung“ eingeführt. Das neue Verfahren ermöglicht für moderne Messeinrichtungen eine Verlängerung der Eichfristen um bis zu acht Jahre und gilt spartenübergreifend für Strom-, Gas-, Wasser- und Wärmezähler.

Ohne das bestandene Qualifikationsverfahren ist lediglich eine Verlängerung um maximal zwei Jahre möglich. „Aus unserer Sicht hebt das Qualifikationsverfahren die Bedeutung einer fortlaufenden Qualitätssicherung im Rahmen des Eichrechts“, so Klein. „Deshalb haben wir als innogy Metering uns aktiv an der Erarbeitung beteiligt, setzen das Verfahren selbst ein und werden auch die Weiterentwicklung begleiten.“