BayWa r.e. Venture Capital investiert in PV-Startup Raycatch

BayWa r.e. Energy Ventures hat sich an dem israelischen Photovoltaik-Startup Raycatch beteiligt. Dies ist bereits das zweite Investment der im April 2018 gegründeten Venture-Capital-Einheit von BayWa r.e.

BayWa, Solarfeld Neufahrn
BayWa, Solarfeld Neufahrn (Quelle: BayWa)

Raycatch hat eine auf künstlicher Intelligenz (KI) basierende Technologie für die Betriebsführung und Optimierung von Solarparks entwickelt. Mit der Software „DeepSolar“ können Betreiber großer PV-Anlagen ihre Anlagen bis auf Strangebene analysieren und vorausschauend warten und so ihre Kapitalrendite maximieren. „Die Softwarelösung von Raycatch, die als erste im Solarbereich KI zur Leistungsanalyse auf Strangebene und zur Vorhersage möglicher Zwischenfälle und Störfaktoren verwendet, hat das Potenzial, den PV-Markt zu revolutionieren“, erklärt Ulrich Seitz, Managing Director von BayWa r.e. Energy Ventures.

Während die Preise für PV-Komponenten in den vergangenen Jahren deutlich gesunken sind, stagnierten die Methoden zur Umsatzoptimierung von Solaranlagen. Dort setzt Raycatch an: Das Startup hat eine Plattform entwickelt, die Besitzern von Solaranlagen präzise Informationen liefert, um den Energieertrag zu erhöhen, ihre Ausgaben zu reduzieren und die Profitabilität ihrer Anlagen zu steigern. „Das bringt nicht nur enorme Vorteile für die Kunden von BayWa r.e. mit sich, sondern wird auch zu einem substanziellen Wachstum von Raycatch führen – eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten und uns als Investoren“, so Seitz.

Handlungsempfehlungen auf Basis detaillierter Analysen

Die Lösung basiert auf einem KI-Verfahren, mit dem sehr große Datenmengen analysiert werden können. Basierend auf dieser detaillierten Analyse liefert die Software präzise Handlungsempfehlungen und Anweisungen für Feldtechniker und Betreiberteams, welche Teile der Solaranlage wann und wie gewartet werden sollten.

„Das Investment von BayWa r.e. ist ein großer Schritt für uns”, erklärt Haggai Hofland, CEO von Raycatch. „Diese Partnerschaft verschafft uns nicht nur Zugang zum großen Anlagenportfolio von BayWa r.e., sondern ermöglicht uns auch, die Vorteile unserer zukunftsweisenden Softwarelösung in großem Maßstab unter Beweis zu stellen. Zusammen mit BayWa r.e. Energy Ventures werden wir DeepSolar weiter verbessern, die Sichtbarkeit unseres Produkts erhöhen und so unseren Anteil im PV-Markt deutlich steigern.“

Digitale Schutzschalter mit „disruptivem Potenzial“

Neben Raycatch gehört auch das auf digitale Schutzschalter spezialisierte Energie-Startup Blixt zum Portfolio von BayWa r.e. Energy Ventures. Das in Stockholm ansässige Startup entwickelt eine digitale Sicherung, die durch den Verzicht auf mechanische Teile eine Stromkreisunterbrechung innerhalb von nur 250 Nanosekunden ermöglicht. Dank Mikrocontroller- und neuer Kommunikationsschnittstellen wird der alte Sicherungskasten damit zu einem intelligenten Schaltzentrum für das Energiemanagement.

Die Sicherung von Blixt kann in regulären Sicherungskästen nachgerüstet werden und vereint die Funktionen von existierenden Sicherungen, Fernsteuerungen und intelligenten Zählern in einem einzigen Gerät. Darüber hinaus können auf der Blixt-Sicherung Softwareanwendungen auch nachträglich installiert werden, sodass Kunden automatisch Zugriff auf die neuesten Services haben. Seit dem 8. Oktober 2018 bietet Blixt sein Development Kit zum Download an und stellt so auch der globalen Entwickler-Community das Potenzial der digitalen Schutzschalter zur Verfügung.

„Die digitale Sicherung ist eine radikale Innovation mit hohem disruptiven Potenzial und eröffnet eine Vielzahl an Möglichkeiten: Energieversorgungsunternehmen können mit dem neuen digitalen Schalter Preise und Tarife bedarfsgerecht und individuell gestalten, womit Blixt die Basis für Demand-Response-Programme und eine intelligente Netzsteuerung schafft”, beschreibt Seitz die Vorteile des Systems

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